FLUSSLEHRPFAD "FRITZ-PROCKSCH-WEG" AM GESÄUSE-EINGANGGesäuse Eingang © ventigo

Die Enns-Katarakte:
Einen imposanten Eindruck von der Naturgewalt des Ennsflusses bekommt man bei den Enns-Katarakten am Naturdenkmal Gesäuse-Eingang: Dort, wo sich – von Westen her unaufhaltsam anströmend – die smaragdgrünen, klaren Wasser der Enns zwischen dem Himbeerstein und der Haindlmauer den Eingang in das Gesäuse erzwingen, um im Handumdrehen über Katarakte zu stürzen, vollzieht sich ein gewaltiges Naturschauspiel.

Mit "Katarakt" ist übrigens eine Stromschnelle gemeint, also jener Teil eines Flusses, an dem - z.B. bedingt durch Felsen - das Wasser reißend und schnell fließt, insbesondere bei großen Höhenunterschieden.

Der Fritz-Procksch-Weg
Hier über den Enns-Katarakten ragen die Gipfel der Ennstaler Alpen nahezu senkrecht in die Höhe. Der nach dem Gesäuse-Pionier Fritz Procksch benannte Flusslehrpfad beginnt östlich von Weng bei der Lauferbauerbrücke (größte Holzbrücke Österreichs) und führt in Ufernähe zu den Enns-Katarakten am Gesäuse-Eingang*. Hier saust der Ennsfluss rund 600 Meter in die größte Felsschlucht Europas – besonders lohnenswert zur Zeit der Schneeschmelze, nach Gewittern oder längeren Regenperioden. Am Fritz-Proksch-Weg befinden sich Schautafeln, die in die Thematik einführen.

Insgesamt sollte man sich für diese Einstimmungsphase ausreichend Zeit gönnen – zumindest gut eine Stunde. Der Zugang ab der Bushaltestelle Gesäuse-Eingang zur Lauferbauerbrücke dauert nur knapp fünf Minuten. Der Enns-Kataraktweg ist von 15. Mai bis 15. Oktober begehbar!

Mehr über die Enns und die Entstehung der Ennstaler Alpen erfahren Sie auch im Artikel "
Naturdenkmal Gesäuse-Eingang"!

* Am einfachsten kommen Sie zum Gesäuse-Eingang, wenn Sie von
Admont aus auf der B146 Richtung Hieflau fahren. Nach einigen Kilometern befindet sich der Bahnhof "Gesäuse-Eingang" auf der linken Straßenseite. Folgen Sie der Beschilderung Richtung "Nationalpark-Verwaltung", über die Eisenbahnschienen und die Holzbrücke. Hier befinden sich Parkplätze und die ersten Schautafeln.

 

Dörfelsteinweg 627 (mittelschwer)

ÜBER DEN SONNBERG SÜDANSTIEG

Zu Beginn entlang des Martha-Wölger-Weges bis zu deren ehemaligen Wohnhaus. Weiter auf Forststraße und dem Weg Nr. 635 direkt auf den Mittelkamm folgen. Gehzeit: ca 2 Std.

NORDANSTIEG:

Ab Hall/Dorf am Weg-Nr. 633 nach dem Kirchenwirt rechts abbiegen, durch Haselnußtunnel auf schöne Wiesen und weiter in den Wald, auf Forststraße (Einmündung Wegalternative Nr. 633) zur ehemaligen Pitzalm. Rechts weiter auf schönem Steig zum Kamm; links zum "Wenger Gipfel", rechts zum "Haller Gipfel". Gesamt ca. 1 3/4 Std.

WESTANSTIEG:

Ab Hall Dorf, Weg-Nr. 635 führt der kürzester, aber auch sportlichster Anstieg in ca. 1 1/2 Std.

OSTANSTIEG Nr. 627

Ab Weng/Schröckendorf, Weg-Nr. 635 durch den Geiergraben auf die Pitzalm – zum Gipfel wie oben beschrieben.

Verbindung Bundesstraße - Ennsweg 25

Ennsweg 31


Grabneralmweg Nr. 636

Die Grabneralm befindet sich an den Ausläufern der östlichen Haller Mauern, wurde ursprünglich als "Schule für Alpwirtschaft" von der Landwirtschaftlichen Fachschule Grabnerhof errichtet. Ihre Panoramalage vor den Toren des Nationalparks Gesäuse ist zu jeder Jahreszeit beeindruckend.

Auf die Grabneralm gibt es zwei schöne Wanderwege: Einerseits über den Buchauer Sattel Richtung Admonter Haus (auch als Mountainbiketour möglich, Wanderweg Nummer 636, Gehzeit rund 1,5 Stunden), andererseits über Weng und den Kletzenberg ab dem Gehöft Haranger zunächst über eine Forststraße und später einer blauen Markierung folgend in knapp zwei Stunden Gehzeit. Weiter auf das Admonter Haus benötigt man ca. eine Stunde.

Gipfel: Grabnerstein (1.847 m/schönster Blumenberg der Steiermark). Ab Grabneralm auf Weg-Nr.: 036 über Zilm Kogel in ca. 1 1/4 Std. zum Gipfel. Übergang zum Admonterhaus auf "Jungfrauen-Klettersteig" (A) in ca. 1 Std. Weitere Gipfeltouren finden Sie in der Wanderbeschreibung Admonterhaus.

Die beste Zeit zum Wandern auf die Grabneralm sind die Monate von Mitte Mai bis Mitte Juli (wegen der herrlich blühenden
Wiesen).

Alter Grabneralmweg 628 (mittelschwer)

Brunngrabenweg 23


Admonterhausweg über Grabneralm 636


Das Admonterhaus befindet sich auf 1.725 Metern Seehöhe im Bereich der östlichen Hallermauern, direkt am Grabnertörl an der Grenze von Oberösterreich zur Steiermark. Es gehört zur ÖAV-Sektion Admont.

Das Admonterhaus ist ein beliebtes Wanderziel. Der markierte Wanderweg eignet sich jedoch auch sehr gut für eine abwechslungsreiche Mountainbiketour, zumindest bis zur Grabneralm.

Zunächst fährt man mit dem Bus, Regionaltaxi oder dem eigenen PKW auf den Buchauer Sattel. Von Weng kommend beginnt der Wanderweg Nr. 636 auf 861 Metern Seehöhe auf der linken Straßenseite. Über einen übersichtlichen, durchgehend beschilderten Steig gelangt man nach rund zweieinhalb Stunden Gehzeit (bei gemütlichem Tempo) auf das herrlich gelegene Admonterhaus.

Auf das Admonterhaus kann man auch von Hall aus gehen (Weg-Nr.: 633 ab dem Freibad über das Johannesbründl in ca. 3 Stunden). Eine weitere Alternative ist der Anstieg von Oberlaussa (Hengstpass zwischen Altenmarkt und Rosenau) ab dem Parkplatz Vorderzwiesel über den Wanderweg Nummer 636 über den Seeboden in ca. 3 Std.

Das Admonterhaus ist jedoch nicht nur ein beliebtes Ziel, sondern wiederum Ausgangspunkt für weitere Wanderungen oder Gipfeltouren:
Gipfel: Grabnerstein (1.847 m) über "Jungfrauen-Klettersteig" (A) in ca. 1 Std.
Mittagskogel (2.041 m), Weg-Nr.: 634, ca. 1 1/4 Std.
Vom Mittagskogel weiter zum Natterriegel (2.065 m) in ca. zehn Minuten.
Hexenturm (Bärenkarmauer, 2.172 m), Normalanstieg übers Roßkar, Natterriegel – Hexenturm ca. 2 Std.
Über Hexensteig (ab Roßkarscharte Klettersteig A+B) in ca. 1 1/2 Std.

Admonterhausweg (Pitz und Rabengraben) 633

Von Hall aus führt der gut mar­kierte Weg als Höhenweg durch Mischwälder in eine Alm- und Latschenzone. Weithin sichtbar ist das Admonterhaus auf 1.723 Metern Seehöhe.

TIPP: Abstecher zur Admonter Warte! Über den Mittagskogel gibt es einen leichten Übergang zum Natterriegel. Zur Bärenkarmauer führen teils drahtgesicherte Steige – also Vorsicht!

Der Rückweg führt zum Admonterhaus und weiter zur Grabneralm. Dann führt ein unbezeichneter Forstweg bis zu einem Bach und weiter über die markierten Wege nach Hall.


Mittagskogel, Natterriegel, Hexenturm 634


 

Klettersteige

STEINERNE JUNGFER

Der Grabnerstein (1.874 m). Langer, felsiger Gipfelgrat in den östlichen Ausläufern der Haller Mauern, der im Westen von der Admonter Warte (1.804 m) begrenzt wird. Die Besonderheit des Grabnersteins (auch ein beliebter Skiberg) ist seine herausragende Flora, weshalb er auch als "schönster Blumenberg der Steiermark" bezeichnet wird. Am üppigsten ausgestattet ist er von Mai bis Mitte Juli (Narzissen- und Almrauschblüte). Interessant ist der sanfte Berg auch wegen seiner almgeschichtlichen Nutzung (Almlehrpfad, Schautafeln).

Von der Grabneralm (1.931 m) auf schönem Wanderweg (Almlehrpfad) über den Zilmkogel (1.598 m) in rund einer Stunde zum Gipfel (1.874 m). Exponiert führt der markierte Weg an der Gratschneide Richtung Admonter Warte, um sodann duch einen Latschengang jäh in die Südseite zum Beginn der Versicherungen abzufallen.

Nun Querung nach rechts und auf einer schrofigen Rampe 50 Meter in die Jungfernscharte (1.760 m) absteigen. Rechts der "Steinernen Jungfer" schräg ansteigend, um eine ausgesetze Felsecke herum und mehrfach an Türmen vorbei an- und absteigend in gleicher Richtung weiter bis sich der Weg sprichwörtlich ebnet und in fünf Minuten zum Grabnertörl (Admonterhaus, 1.723 m) führt. Gehzeit Grabnerstein — Admonterhaus: 1 Stunde. Keine Vor- oder Nachteile durch umgekehrte Gehrichtung.

Abstieg je nach Gehrichtung zum Admonterhaus oder zur Grabneralm.

Erste touristische Begehung durch W. Rosenthal und H. Kallich im Juni 1892 über den Südanstieg. Die Erstbegeher des Jungfernsteiges (benannt nach dem markanten Felssporn "Steinerne Jungfer" in der Jungfernscharte) sind nicht bekannt. Ebenso fehlen schriftlich überlieferte Legenden zur Jungfer.

BÄRENKARMAUER

Der Hexenturm (auch Bärenkarmauer, 2.172 m) ist ein wuchtiger Doppelgipfel im östlichen Hallermauerngrat, zwischen Natterriegel (2.065 m) und Kesselkargrat (1.925 m). Zwischen dem NO-Gipfel (2.174 m) und dem SW-Gipfel (2.146 m) die Stroblscharte (2.119 m).

Normalanstieg über Steig Nr. 634 vom Admonterhaus über Mittagskogel und Natterriegel (624 Hm Aufstieg und 175 Hm Abstieg ins Rosskar, 2 1/2 Stunden). Anstieg von Süden über die Griesweber Hochalm, Spindelfeldgrat, SW-Schlucht oder Stroblrinne (4 Std. nicht markiertes Jagdsteigsystem, teilweise schwer zu finden). NO-Grat: aus dem obersten Rosskar (III), 250 Hm, 1 1/2 Std.

Vom Gipfel des Natterriegel fünf Minuten absteigend zur Natterriegelscharte (Abzweigung Normalanstieg, rechts Abstieg ins Rosskar, Tafel). 50 Meter nordseitig entlang der ersten Versicherungen auf den Hauptgrat. Weiter über die steile Felskante absteigend (Versicherung ca. 60 m) auf Rasenkamm, diesen leicht links ansteigend zum Fuße des großen Turmaufbaues (Wandbuch). Südseitig am Wandfuß (Versicherung) in die markante Schlucht und diese rund 60 Meter aufwärts in die Turmscharte.

Weiter leicht rechts haltend über den Kammrücken und über leichten Felsgrat zur Rosskarscharte. Von hier 15 Minuten über Normalanstieg zum Gipfel. Abstiegsvariante über Rosskarweg möglich. Teilweise versicherte Steiganlage, durchgehend markiert, großteils direkt am Grat verlaufend. Gehzeit Hexensteig, Natterriegelscharte - Rosskarscharte: ca. 45 Min. Alle schwierigen Stellen (II+) mit Stahlseil gesichert. Klettersteigausrüstung empfehlenswert, Vorsicht bei Nässe und Nebel.

Erstersteigung durch Jäger Hechtner, 1862. 1. Tour. Ersteigung: A. Martinecz. F.E. Rumpel, J. Draxler, J. Friedt, P. G. StrobL, Marie Pachmayer mit Jäger Hechtner am 7. 9. 1877. Martinecz und Rumpel führten den Begriff »Hexenturm«, wohl ob seiner mystischen Felsfiguren, in die Alpinliteratur ein. Anläßlich ihrer vermeintlichen »Erstbegehung« entdeckten sie auch Triangulierungszeichen aus dem Jahre 1709.

 

Quelle: www.xeis.at

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